USA: Kritische Journalisten landen in Terrorkartei

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Vorratsdatenspeicherung und Zentralregister ermöglichen eben auch totalitäre Zensurmassnahmen.

Der US-Journalist Drew Griffin, beschäftigt als Reporter beim Nachrichtensender CNN, recherchierte zur Sicherheitsbehörde Transportation Security Agency und veröffentlichte so mehrere kritische Berichte. Wir erinnern uns: Kürzlich überstieg die Zahl der US-Terrorverdächtigen und damit von reibungslosem Flugverkehr Ausgeschlossenen die Millionen-Schallmauer: mehr als eine Million Menschen gelten für die US-Sicherheitsorgane als potentielle Massenvernichter, die man nur widerwillig in ein Flugzeug lassen kann.

Nun gelangte Griffin selbst auf diese Liste. Wie immer ohne, dass irgendwer weiss, oder zugibt, warum. Seit dem 19. Mai, so erklärte er erstaunten Kollegen, sei er elf mal vom Einchecken am Flughafen abgehalten worden und musste sich erst umfangreichen Zusatzkontrollen und Befragungen unterwerfen. Die TSA erklärte auf Anfrage, Herr Griffin sei keineswegs in die Terroristenriege eingetragen. Sicherheitssprecher Christopher White: “Daher ist jeder Gedanke, oder auch nur der Schatten eines Gedanken dazu, ob er wegen seiner kritischen Berichterstattung auf die Liste gesetzt worden wäre, absolut aus der Luft gegriffen”. Ah, gut. Dann wäre das auch geklärt. [fe]

Dvorak

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