Falsche Richtung: AMD baut die Verluste kräftig aus

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Der ewige Zweite hinter Intel schreibt weiter rote Zahlen – die stärker wachsen als erwartet. Immerhin konnte der Umsatz zulegen, aber das rettete den Boss auch nicht mehr.

Advanced Micro Devices (AMD) meldete heute Nacht nach Börsenschluss Unerfreuliches – die Quartalszahlen. Mit allen Abschreibungen belaufen sich die buchhalterischen Nettoverluste auf gewaltige 1,189 Milliarden Dollar (770 Millionen Euro). Betrachtet man aber nur die operative Situation, dann bleiben noch 269 Millionen Dollar (173 Millionen Euro) Verlust. Die wären aber höher ausgefallen, hätte AMD nicht Firmenteile verkauft und geschlossen. Folge: AMD gibt den sofortigen Rücktritt von CEO Hector Ruiz bekannt. An seine Stille tritt Dirk Meyer, bisher President und COO.

Einziger Lichtblick im AMD-Dschungel: Der Umsatz legte gegenüber Vorjahr um 3,1 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar (870 Millionen Euro) zu. Das sind allerdings 100 Millionen unter dem, was der Markt erwartet hatte. Und im Vergleich zum guten Jahresauftakt sind es auch 7 Prozent weniger.

Der größte Teil der Miesen (876 Millionen) resultiert übrigens nach wie vor aus der heftigen Abschreibung für den ATI-Kauf. Hinzu kommen Sonderkosten und finale Abschreibung für die Firmensparten Handheld und DTV-Business, die geschlossen wurden. (Ralf Müller)