EU legt gegen Intel nach

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Die Wettbewerbshüter der EU erheben neue Vorwürfe gegen Intel und weiten ihre Untersuchungen aus. Vor allem die Rabattpraxis des Prozessorherstellers ist ins Visier der Behörden geraten.

Die Europäische Kommission hat gestern Spekulationen, dass man die Untersuchungen gegen Intel ausgeweitet habe, bestätigt. Die Wettbewerbshüter sind der Meinung, der Prozessorhersteller würde seine Marktmacht nutzen, um seinen Hauptkonkurrenten AMD zu behindern. Man bringt drei neue Anschuldigungen auf den Tisch: so soll Intel einem PC-Händler Rabatte gewährt haben, damit dieser ausschließlich auf Systeme mit Intel-CPUs setzt. Vermutlich handelt es sich dabei um die Media-Saturn-Holding, bei der bereits das Bundeskartellamt wegen desselben Verdachts ermittelte, letztlich aber kein Kartellverfahren eröffnete, weil man nicht genug Anhaltspunkte fand.

Die übrigen Vorwürfe der EU gegen Intel: das Unternehmen soll einem OEM-Hersteller Geld gezahlt haben, damit der den Launch eines Produkts mit AMD-Prozessor verschiebt. Dem gleichen Hersteller soll man zudem größere Rabatte gewährt haben, damit er in einem bestimmten Zeitraum seinen Bedarf an CPUs ausschließlich bei Intel deckt.

Intel hat nun acht Wochen Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren. (Daniel Dubsky)