AMD: Herbe Verluste, neuer Boss

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AMD verlor im zweiten Quartal 1,19 Milliarden $. Nachbörslich ging der Kurs um 10 Prozent zurück. Und der CEO packt seine Sachen.

Der Chiphersteller musste den siebten Quartalsverlust in Folge melden. Im Verlust sind Abschreibungen für ATI in Höhe von 876 Millionen $ enthalten. Der Verlust aus den laufenden Geschäften betrug 269 Millionen $. Da AMD aus der Veräußerung von 200-mm-Produktionsanlagen 193 Millionen $ erlösten konnte, hätte der Verlust ohne diese Gewinne noch mehr als 450 Millionen $ betragen.

Damit erwiesen sich die Quartalsverluste als noch drastischer als von pessimistisch gestimmten Analysten erwartet. Der Verlust im Vergleichsquartal des Vorjahrs hatte 600 Millionen $ betragen. Die Umsätze wuchsen im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 1,35 Milliarden $.

AMD gab den sofortigen Rücktritt von CEO Hector Ruiz bekannt. An seine Stille tritt Dirk Meyer, bisher President und COO. “Es ist der richtige Zeitpunkt”, ließ Ruiz dazu verlauten.

Meyer ist ein respektierter Chipexperte und kennt sich bei AMD aus. Zugleich belastet ihn, dass er in wichtigen Positionen dabei war, während AMD in die Krise schlitterte. “Wir haben unser Potenzial nicht ausgeschöpft”, erklärte er – und versprach, AMD werde in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Gewinnzone kommen.

(bk)

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