Wie Kuba das Internet-Embargo der USA umgeht

Allgemein

Venezuela wirft sich in die Bresche. Ein 1500 Kilometer langes Unterseekabel soll Kuba, Jamaika, Haiti und Trinidad mit dem Rest der Welt verbinden – über La Guaira, Venezuela.

Das hört sich absurd an, da Kuba nur 120 Kilometer von Florida entfernt ist. Das amerikanische Wirtschaftsembargo verhindert jedoch die Anbindung an die Infrastruktur der USA. Weil sich Kommunikation und Kommunismus gegenseitig ausschließen, jedenfalls aus amerikanischer Sicht.

Als Retter in der Not eilt Venezuelas Präsident Hugo Chávez herbei, der schon immer gut mit den Castros konnte. Wie aus Dokumenten hervorgeht, die jetzt von Wikileaks enthüllt wurden, schlossen Kuba und Venezuela bereits 2006 einen geheimen Vertrag, der die Umgehung der USA mit einem Glasfaserkabel vorsieht. Die Arbeiten sollen durch venezuelanische und kubanische Firmen erfolgen und bis 2010 abgeschlossen sein.

Bis heute muss sich Kuba mit langsamen und teuren Internetverbindungen über Satellit begnügen. Sie werden durch entfernte Länder bereit gestellt, darunter Kanada und Italien.

(bk)

Wikileaks