Konkurrenz für die GEMA

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Verwertungsgesellschaften wie die GEMA sollen nach dem Willen der EU ihr nationales Monopol verlieren und über Ländergrenzen hinweg um Künstler konkurrieren.

Am Mittwoch will die EU-Kommission zwei Reformen in Sachen Urheberrecht auf den Weg bringen. So soll zum einen der Vorschlag von EU-Kommissar Charlie McCreevy abgesegnet werden, der den Urheberschutz für Musiker auf 90 Jahre verlängert. Zum anderen sollen die nationalen Verwertungsgesellschaften ihre Monopole verlieren. Das sieht der FTD zufolge eine Vorlage von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes vor.

Einen Zusammenhang zwischen beiden Bestrebungen bestreitet man zwar in Brüssel, doch laut FTD gibt man hinter vorgehaltener Hand durchaus zu, dass es sich um eine Art Deal handelt: Künstler erhalten ein längeres Urheberrecht, müssen aber damit rechnen, dass der Wettbewerb unter den Verwertungsgesellschaften die Preise für Musiklizenzen sinken lässt. (Daniel Dubsky)