Illegale Preissabsprachen zwischen Nvidia und ATI?

Allgemein

Durch eine Sammelklage, über die bislang wenig berichtet wurde, kommen die beiden GPU-Hersteller zunehmend unter Druck.

Über 50 Zivilklagen wurden in San Francisco zu einem Verfahren zusammengefasst. Und der Richter ist gar nicht amüsiert über das, was er zu sehen und zu hören bekommt. Er verlas eine E-Mail, in der Vertreter von ATI und Nvidia sich über Methoden austauschen, Wettbewerb nur vorzutäuschen und die Preise ganz oben zu halten.

Anschließend wandte sich Richter William Alsup an die Kläger und versicherte ihnen: “Dieses Dokument ist nicht übel für Ihre Sache. Es ist kein Home Run, aber es ist ein Base Hit.” Womit wir wissen, dass er sich auch mit Baseball auskennt.

Die Anwälte Nvidias und ATIs wollten die verräterischen Dokumente umgehend zu Geschäftsgeheimnissen erklären und damit entschärfen. Was ihnen dieser Richter schon gar nicht abnahm:

“Dieses Gericht ist keine Tochtergesellschaft Ihrer Firmen. Ich bin dagegen, dass Sie Informationen vor der Öffentlichkeit verbergen.”

Rund 9 Millionen Dokumente wurden dem Gericht bereits übermittelt. Zu den Beschwerdeführern gehören unter anderem Microsoft, Dell und Apple. Sie werfen den beiden Grafikherstellern die Bildung eines Preiskartells vor. Ihre Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2002 zurück.

(bk)

The Inquirer UK

IT Examiner

Law.com

Klagebegründung mit Preisgrafiken (PDF)