Frau gefeuert nach Drohung über Firmenmail-Account

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Die Angestellte eines Blumen-Lieferservices verlor ihren Job, nachdem sich die Todesdrohung gegen einen Atheisten auf ihren Rechner zurückverfolgen ließ.

Eine Mitarbeiterin von 1-800-Flowers.com verlor ihren Job, weil das Opfer einer E-Mail-Todesdrohung, der Religionskritiker Professor Paul Myers von der Universität Minnesota, nachverfolgen konnte, dass die Drohung definitiv per Mail von ihrem Arbeitsplatz kam.

Die Angeklagte wehrt sich nun und sagt, sie sei es nicht gewesen: In einer neuen Mail an Myers erklärt sie, dass diese Mail-Einstellungen als Standard auf dem Computer eingerichtet waren und jeder den PC hätte nutzen können als sie mal kurz nicht da war.

Myers hatte nicht nur die IP-Adresse nachverfolgt, sondern auch die Server, über die die bösartige Mail gesendet wurde – denn schließlich lässt sich die Absender-IP auch fälschen. Als Quelle konnte jedoch eindeutig der PC von Melanie Kroll aus der Blumenhandlung identifiziert werden.

Steven Jarmon, Chef des Blumenhändlers, erklärt, dass alle Angestellten des Hauses angewiesen seien, Firmensysteme nicht zu missbrauchen oder dies zu gestatten – daher die Kündigung.

Myers erhielt mehrere Drohungen, nachdem er am 8. Juli einen Studenten in einem Blogbeitrag verteidigte. Der Student Webster Cook war zuvor aus der Universität von Central Florida exmatrikuliert worden, weil er die Oblaten, die für die Kommunion einer Kirchenmesse auf dem Uni-Campus gedacht waren, entwendet hatte. Myers hatte geschrieben, dass es sich doch nur um einen Keks handle und sonst nix. Die strenggläubigen Christen in der Universitätsleitung sahen darin aber den “Laib Christi”.

Die Kündigung von Kroll hatte Myers nicht gewünscht: “Wegen einer E-Mail gekündigt zu werden ist trotz ausgesprochener Dummheit der Dame trotzdem nicht gerechtfertigt”. (mk)

Meine Meinung: Wir benutzen weiter die “Server Gates’ “, obwohl wir dagegen hin und wieder ketzerische Worte verfassen. Doch wie auch immer der Streit in den USA ausgehen mag: Jeder sollte sich an seinem PC bei Verlassen des Arbeitsplatzes zumindest abmelden – oder ketzerische Gedanken lieber nur von öffentlichen Internet-Cafés aus verbreiten.

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