Steinbrück will elektronische Steuererklärung massiv ausbauen

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Bundesfinanzminister Peer Steinbrück möchte die elektronische Steuerbearbeitung massiv erhöhen und so die Verwaltungskosten senken.

Der Name des Entwurfs für den Abbau von Bürokratie mit Hilfe von Computertechnik klingt selbst so bürokratisch, dass man es nicht glaubt: Er heißt “Steuerbürokratieabbaugesetz“.

Zwar nutzt laut Nachrichtenmagazin Focus nun schon jeder fünfte Bürger die elektronische Steuererklärung, doch auch die Nutzer, für die der  Steuerberater tut, sind dabei mitgezählt.

Steinbrück will die elektronische Lieferung durch den Steuerzahler in Zusammenarbeit mit den Länder-Steuerbehörden aber “in den nächsten Jahren signifikant erhöhen”, erklärte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Sein Gesetz soll Arbeitnehmern ermöglichen, Spendenquittungen, VWL-Bescheinigungen oder “Papiere” zu Riester-Renten auch elektronisch direkt an das Finanzamt zu übertragen.

Unternehmen und Freiberufler sollen ab 2011 sogar verpflichtet werden, alle Belege elektronisch abzuliefern. Norman Peters, Geschäftsführer des Deutschen Steuerberaterverbandes, kritisiert: “Der Entwurf entlastet vor allem die Finanzverwaltung”. (mk)

Meine Meinung: Dass zahlreiche Steuerberater nun zur guten alten Papierform zurückkehren, weil sie bei elektronischen Belegen in Speichersysteme für Langzeitarchivierung investieren müssten – und ihre Klienten bei der Einführung einheitlicher und anerkannter digitaler Signaturen unterstützen – , ist Steinbrück wohl nicht klar. Der Plan ist gut – aber sehen wir es mal fatalistisch: Aufgrund bürokratischer Hürden ist deren Abbau eben nicht so leicht.

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