G8-Gipfel: Zoll soll iPods durchsuchen

Allgemein

Die G8-Staaten wollen die US-Praxis zum Durchschnüffeln und Einkassieren digitaler Geräte übernehmen.

Statt sich mit den globalen Hauptproblemen (Hunger, Energie, Klima, Finanzkrise) zu beschäftigen, wird der Fokus auf Nebenkriegsschauplätze verlegt. Zum Beispiel auf die Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (Öl, Zinsen und Währungskurse werden das Problem ganz von allein lösen). Aus Japan tönt vom G8-Gipfel herüber, dass künftig Europa-Zöllner ebenfalls iPods (werden andere Marken verschont?), Notebooks und Handys auf illegale Downloads durchsuchen dürfen. Wie das in der Praxis aussehen soll, darüber haben sich die Politiker natürlich keinen Kopf gemacht (Wie soll das ein Zollbeamter schaffen. Bei z.B. 25 GByte. Und woher weiß er, welche Datei illegal ist??).
Laut Berichten der britischen Zeitungen Telegraph und Guardian ging es auf dem G8-Gipfel vorrangig um ein neues internationales Abkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (ACTA – Anti Counterfeiting Trade Agreement). Da dreht es sich auch darum, dass ISPs und Content-Provider dazu verpflichtet werden sollen, die Daten und IP-Adressen von Nutzern bekannt zu geben. Die ergänzende Idee der Zoll-Durchsuchung stammt von den Amerikanern. Na Dankeschön! (rm)

Telegraph

Guardian

G8 macht gegen Piraten mobil