EU warnt: 80 Prozent der Klingeltonanbieter zocken ab

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Noch sind die nervigen Dudelmelodien und ihre noch penetrantere TV-Werbung nicht ausgestorben. Das bedauert auch die EU-Kommission.

Der kostenpflichtige Erwerb von Klingeltönen ist eine der besten Methoden, um beklaut zu werden: Eine Kommission der EU hat über fünfhundert Portale genauer unter die Lupe genommen. 80 Prozent der 560 Web-Offerten verstießen gegen diverse Verbraucherrechte. Darunter auch Marktführer Jamba. Der bald wie die anderen deutschen Anbieter Post vom Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV) bekommt, der gerade wegen dieser Verstöße Abmahnungen verschickt.
Die EU-Kommission verspricht den Klingelton-Abzockern, dass ihnen auf nationaler wie auch EU-Ebene alle denkbaren Behörden auf den Hals gehetzt werden, meldet der Tagesspiegel. Schließlich klingeln in den Kassen der Anbieter 700 Millionen Euro jährlich.
Die Mitglieder der Prüfungskomission waren sauer über irreführende Preisangaben, nicht klar einsehbare Abo-Regelungen und die Anwendung von Tricks beim Kleingedruckten der AGBs. Der ausführliche Bericht soll am Donnerstag veröffentlicht werden. (rm)

Tagesspiegel


Gulli

Na endlich: Klingelton-Markt schrumpft