EU will Roaming-Preise auf 11-15 Cent begrenzen

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Weil die Telefon- und Handy-Nutzer für SMS-Nachrichten im europäischen Ausland bis zu 25 Mal so viel wie im Inland bezahlen, will EU-Kommissarin Viviane Reding die Tarife für SMS-Roaming innerhalb der EU deckeln.

Die streitbare EU-Kommissarin hatte Mobilfunkbetreibern eine Frist bis zum 1. Juli 2008 gesetzt, damit die SMS- und Internet-Nutzungskosten im europäischen Ausland im Ausland bezahlbar bleiben. So hatten zahlreiche Anbieter wie etwa Vodafone tatsächlich die Preise für Auslands-Aktivitäten gesenkt. Doch trotzdem kosten SMS ins Ausland bei den meisten Anbietern fast 30 CFent Cent. pro SMS, eine Internetnutzung per Handy in einigen Fällen sogar mehrere Euro pro MByte. Reding: “die tatsächlichen Kosten liegen unter 1 Euro”.

Der entsprechende Änderungs-Antrag zur Roaming-Verordnung soll heute noch vorgeschlagen werden, erklärte Reding der Süddeutschen Zeitung. Die neuen Tarif-Deckelungen, die noch nicht im Detail bekannt sind, sollen dann nach dem OK von Parlament und Ministerrat vor der nächsten Europawahl (2009) gültig sein.

Der Wirtschaftsverband der Mobilfunkbranche GSM Association wehrt sich mit Händen und Füßen. So seien Investitionen in neue Netze und Dienste nicht mehr möglich, weil di Regulierung die Mobilfunkunternehmen zwinge, mit Verlust zu arbeiten oder gerade mal die Kapitalkosten zu decken. Auch beim Sprach-Roaming habe die EU-Direktive nichts gebracht außer Kosten. Die Auslands-Anrufe seien nur um 11 Prozent gestiegen, während die Einnahmen um 26 Prozent zurückgegangen seien. (Manfred Kohlen)

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