eBay: Verpisst Euch, ihr Hobbyhändler und Krämerseelen

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Gut, wortwörtlich hat der Online-Auktionator dies nicht gesagt, es aber in typische PR-Laberei verpackt ganz genau so gemeint. Das neue Motto: 1-2-3 — frei!

Die goldene Ära der Kleinkrämer und Gelegenheitsverkäufer soll enden. Die Zukunft auf eBay gehöre den großen, als zuverlässig geltenden Händlern, die ihre Waren zu Fixpreisen und in ordentlichen Volumina anbieten. Basta! So kündigt es gerade ein Bericht der New York Times an, der den Wandel beim Auktionshaus ausleuchtet. Für die neue Strategie stehe auch die frische Kooperation mit dem US-Online-Händler Buy.com, der schon nichts mehr mit dem Modell einer Auktionsplattform am Hut hat. Und immerhin fünf Millionen Produkte zum stabilen VK ins Portal schwemmte. Klar, der neue Partner muss ja auch nicht pro Artikel eine Einstellgebühr zahlen. Ein Umstand, der die Community bereits auf die Palme brachte.
Argument seitens eBay: Das Interesse an Online-Auktionen lasse beim Publikum ohnehin nach. Der Reiz ist fort. So wie auch Konkurrent Amazon, der mit seinem stetig wachsendem Warenbestand den Vorsprung enorm ausgebaut hat. “eBay hat eindeutig signalisiert, dass die Zukunft den Großhändlern gehört und nicht den kleinen Tante-Emma-Läden”, bestätigt auch Tim Boyd, Analyst beim American Technology Research Institute. Stephanie Tilenius, General Manager von eBay Nordamerika, gibt ihm in ihren eigenen Worten praktisch Recht: “Anstatt sich darauf zu beschränken, ein Online-Auktionshaus zu sein, wollen wir darüber nachdenken, was es braucht, um den besten Marktplatz im Netz zur Verfügung zu stellen.” Und eines braucht es nicht: Massen an quengelnden Kleinstanbietern. Hammer! (rm)

NYT