FCC knöpft sich Comcast wegen P2P-Blockade vor

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Die us-amerikanische Telekommunikationsaufsicht will dem Provider Comcast die Blockade von P2P-Traffic untersagen. Von einer Strafzahlung will man aber absehen.

Bereits Mitte des vergangenen Jahres tauchten erste Berichte auf, Comcast würde gezielt P2P-Anwendungen wie Bittorrent ausbremsen. Der Provider leugnete das zwar, doch Untersuchungen der Nachrichtenagentur AP bestätigten die Blockade.

Nun hat sich die Federal Communications Commission (FCC) der Sache angenommen. Deren Chef Kevin Martin empfahl seinem Kommissaren, Comcast die P2P-Bremse zu untersagen. Zudem soll der Provider erklären, wo man in der Vergangenheit eingegriffen habe und wie der neue Traffic-Management-Plan aussieht, den man bis Jahresende fertig haben will.

Comcast hatte nämlich nur zugegeben, in Spitzenzeiten den P2P-Traffic zu bremsen, um Überlastungen im Netz zu vermeiden. Untersuchungen des Max-Planck-Institutes zeigten allerdings, das man die P2P-Bremse dauerhaft eingeschaltet hatte.

Eine Geldstrafe soll Comcast nicht auferlegt werden. Martin will den Vorfall nutzen, um zu klären, was erlaubt ist und was nicht. Wer künftig mit derartigem Verhalten auffällt, dürfte dann aber nicht mit einer solch milden Entscheidung rechnen. (Daniel Dubsky)