Entwickler reparierte 33 Jahre alten Unix-Bug

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Im Universum der Myriaden von Softwarefehlern ist es doch kurios, am Unix von 1975 herumzuschrauben.

OpenBSD-Programmierer Otto Moerbeek stolperte über den Fehler, als er eine neue Implementierung von Malloc (ein Memory-Allocator) austestete. Bzw. austesten ließ, denn ein Nutzer machte ihn darauf aufmerksam, dass sein neues Malloc beim Kompilieren größerer C++-Projekte einen internen Fehler produziere und hängen blieb. Das passierte aber nur auf Sparc64-Systemen. Moerbeek machte sich auf die Suche und fand den Bug im YACC (ein Reim, oh nein), ein Parser-Generator, der von AT&T-Mann Stephen C. Johnson als Teil des Standard-Unix von 1970 geschrieben wurde.
“Ich konnte den Fehler bis zur sechsten Unix-Edition von 1975 eingrenzen”, berichtet der emsige Moerbeek, der das Problem auch gleich behob. Damit stellt er den Schweizer Entwickler Marc Balmer in den Schatten, der bei Arbeiten mit OpenBSD einen immerhin 25 Jahre alten Fehler entdeckt hatte. (rm)

Computerworld