AMD blutet immer noch wegen ATI

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In der Kasse des Halbleiterherstellers herrscht notorisch Ebbe. Vor allem wohl, weil ATI in diesem Quartal allein 880 Millionen Dollar verliere.

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr: Die Gesamtbelastung durch ATI summiert sich seit 2006 bis Ende des Jahres wohl auf schlanke 10 Milliarden Dollar. Kein Wunder, dass die AMD-Aktie abstürzte und das Halbleiterhaus sich ständig in den Emiraten frisches Geld besorgen muss. Allein in diesem Quartal, das am 28. Juni endet, werde AMD wohl Gesamtverluste in Höhe von 948 Millionen Dollar melden müssen (u.a. wegen Abschreibungen), hieß es im Markt. Das wäre für ein Geschäftsjahr schon ein extremes Loch, aber pro Quartal ist sowas kaum lange durchzuhalten. Daher verkauft AMD seine 200mm-Wafer-Werkzeuge für ungefähr 190 Millionen Dollar und stellt im Quartal 36 Millionen Dollar allein für Abfindungen bereit, um so mittelfristig Personalkosten zu sparen. Eine Rettet-AMD-Kampagne könnte eventuell auch helfen… (rm)

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