17 Millionen Leben in den Händen von MS Vista

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Es gibt fatalistische Religionen in Indien. Ist das der Grund, weshalb das Wohl und Wehe von 17 Millionen Fahrgästen pro Tag in die Obhut von Windows Vista gelegt wird?

Ob Berufspendler in New Dehli oder Mumbai künftig in den notorisch überfüllten Zügen den “Bluescreen des Todes” oder den “Red Circle of Death” fürchten werden? Die indische Eisenbahngesellschaft jedenfalls wird Microsofts Control Office Application (COA), welche auf Vista aufbaut, einsetzen, meldet die Zeitung Times of India. Von ihrem digitalen Hauptquartier aus werden alle Computeraktivitäten des gesamten Netzes überwacht und gesteuert. Um alle Kontrollräume der Gesellschaft auf COA umzurüsten, gibt die Betreibergesellschaft allein für die Software fast 20 Millionen Dollar aus.

Allerdings sind die Inder dann doch nicht ganz so fatalistisch und risikobereit wie befürchtet: Noch entscheiden die Lokführer/innen, wann gebremst wird. Die MS-Software darf nur alle Informationen des Netzbetriebs sammeln und grafisch aufbereiten. Auf dieser Basis kann dann der diensthabende Fahrleiter seine (Fehl-) Entscheidungen treffen und versuchen, den Betrieb zu beschleunigen, Verspätungen zu vermeiden und auftretende Probleme zu umfahren. Und wenns dann schiefgeht, kann er es immer noch einem Windows-Absturz in die Schuhe schieben… (rm)

IT-Examiner