Studie: Ein Drittel aller DVD-Seher sind Piraten

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Das Kopieren von Film-DVDs, selbst unter Umgehung des Kopierschutzes, könnte ein Drittel der Bevölkerung in den Knast bringen.

Nur mal angenommen und rein hypothetisch, Raubkopierer wären wirklich Verbrecher und müssten mit Gefängnis bestraft werden, dann würde dieses dunkle Schicksal auf 36 Prozent der britischen und 32 % der US-Bürger lauern. So viele nämlich gaben bei einer Umfrage durch Futuresource Consulting an, sie hätten innerhalb der letzten sechs Monate einen Film (raub)kopiert.

Lustigerweise nutzen etwa ein Viertel der Privatkopierer dabei ein Gespann aus DVD-Player und drangestöpseltem DVD-(Standalone)Recorder, etwa ein weiteres Viertel benutzte dazu einen PC mit passender Software. Da allerdings auch aus der Videothek oder von Freunden ausgeliehene DVDs kopiert werden, beantworteten etwa ein Drittel dieser Teilgruppe die Frage, ob sie ohne Kopiermöglichkeit einige dieser Filme zum Vollpreis erworben hätten, mit “ja”.

Ein gefundenes Fressen für die Hollywood-Konzerne, die damit ihre religiöse Überzeugung bestätigt sehen, Kopieren sei so was wie Diebstahl entgangener Umsatzchancen. Die andere Möglichkeit, nämlich angesichts solcher üppiger Zahlen mit der Realität ins Reine zu kommen und das Geschäftsmodell der Bewegtbildbranche an die Gegenwart anzupassen, spielt hier nur eine Nebenrolle. [fe]

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