Schweden bespitzelt hochoffiziell Russlands Internetverkehr

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Das neue schwedische Abhörgesetz hat bisher ungeahnte Konsequenzen. Knapp 80 Prozent des russischen Internetverkehrs laufen durch Schweden und dürfen damit abgehört werden.

Der schwedische Geheimdienst hört ganz offiziell Russlands Datenverkehr ab, berichtet das schwedische Informationsmagazin The Local. Angeblich möchte Schweden die so gewonnen Informationen nutzen um diese gewinnbringend mit anderen Geheimdiensten zu tauschen. Möglich wird das Ganze durch ein Mitte Juni verabschiedetes Gesetz, welches der schwedischen Regierung erlaubt ohne richterlichen Beschluss Internetverbindungen in und aus Schweden zu überwachen. Blöd nur, dass Schweden das Haupttransitland für den russischen Datenverkehr ist. Russland hat bereits reagiert und die Netzbetreiber planen ihre Daten künftig nicht mehr durch das skandinavische Land zu leiten. Die russischen Provider sehen das Ganze als “einen Versuch der industriellen Spionage auf Regierungsebene und sind deswegen bereit Schweden wenn nötig zu umschiffen”, so eine offizielle Äußerung. (Maxim Roubintchik)