Marktbeobachter sorgen sich um Cisco Systems

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Der US-Netzwerkriese hat erst nächstes Jahr wieder Geld für Investitionen. Deutet das auf ein Problem?

Analyst Mark Sue vom renommierten Investmenthaus RBC Capital Markets hat seine Einschätzungen des Netzwerkriesen Cisco Systems gerade nach unten korrigiert. Der Branchenbeobachter stützt seine Neueinschätzung auf die Aussagen von Cisco-CEO John Chambers, der mit einer Erholung der Investitionsausgaben seines Unternehmen frühestens in der ersten Hälfte 2009 rechnet. Laut Mark Sue sei dies ein Jahr später als ursprünglich gedacht, obwohl die Geschäfte von Cisco Systems trotz des schwierigen Konjunkturumfeldes eigentlich gut laufen.

Die schwächelnde Nachfrage aus den USA scheint aber keine Luft mehr für neue Projekte zu lassen, befürchtet auch UBS. “Das wirtschaftliche Umfeld und die schwächelnde Bestellneigung der Unternehmen könnten auch Cisco noch 2008 treffen”, geben sich die Schweizer vorsichtig. Immerhin fahre der Netzwerkausrüster seine internen Ausgaben vorsorglich herunter, lobten sie noch. JP Morgan zweifelt ebenfalls an, ob Cisco seinen Umsatz in 2009 um 11 Prozent wird steigern können, was die ursprüngliche Prognose war. Es könnte länger dauern, bis die Marktnachfrage wieder anziehe. (Ralf Müller)