VMware überrascht: Boss geht, Umsatz auch

CloudFinanzmarktIT-ManagementIT-ProjekteUnternehmenVirtualisierung

Der US-Hersteller von Business Software hatte gestern gleich zwei schlechte Nachrichten parat: Die Chefin geht, die Umsatzprognosen für 2008 sind nicht haltbar.

Was passiert, wenn der Aktienkurs einer wachsenden Firma zwei Drittel seines Wertes verliert? Der CEO hört seine “Sie haben eine tolle Zukunft vor sich – nur nicht in dieser Firma”-Rede. Damit muss Unternehmensgründerin Diane Greene gerade ihre Sachen bei VMware Inc. packen. Dass sich auch die Firmenumsätze 2008 nicht so entwickeln wie geplant, dürfte die Entscheidung noch beschleunigt haben.

Bei dem doppelten Negativtrend geriet Greene jüngst schon in Erklärungsnöte, wie man denn gedenke, Microsoft und Citrix auf Abstand zu halten. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Paul Maritz (Bild), der früher für Microsoft tätig war, wird den Chefsessel übernehmen. Das lag nahe, denn Maritz hatte sein 2003 gegründetes Unternehmen Pi Corporation an EMC verkauft. Auch VMware gehört mehrheitlich zur EMC-Gruppe. (Ralf Müller)