Internet-Sperre für Filesharer in EU-Ausschüssen gescheitert

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Das Modell des Vivendi-Freunds Sarkozy, Fileshare-Verdächtige erst abzumahnen und ihnen dann die Internet-Verbinung zu kappen, hat in Straßburg nicht genügend Sympathisanten gefunden.

Das so genannte “Riposte Graduée”, mit dem auch schon die britischen Gesetzesgeber geliebäugelt haben, wurde bei der Behandlung in den Europa-Parlamentsausschüssen für Industrie und Binnenmarkt abschlägig beschieden. Statt dessen wurden Änderungsanträge durchgewunken, die sich – allerdings wenig konkret – mit der Erstellung von Standards zum Schutz von “gesetzeskonformen Inhalten” befassen.

Das erhoffte Durchwinken weitreichender Kontrollbestimmungen während des Sommerlochs scheint damit gescheitert – und bevor Sarkozy sich dem Thema wieder zuwenden kann, wird es wahrscheinlich genug internationale Krisen und/oder häusliche Probleme geben, die den kleinwüchsigen Weltproblemslöser in Atem halten. [gk]

musikwoche.de