OpenSuse 11 ist da. PC Professionell hat die von Novell und der Community gepflegte Distribution getestet. Die beste Neuerung ist die schnellere Paketverwaltung. Zudem wurden alle enthaltenen Software-Pakete auf den neusten Stand gebracht.
Schmerzfreies Update
Wer von OpenSuse 10.3 auf die neue Version umsteigen will, kann das problemlos tun – meistens jedenfalls. Es empfiehlt sich jedoch, die Home-Verzeichnisse der Benutzer zu sichern und für den Notfall eine Live-CD zur Hand zu haben, zum Beispiel von Knoppix oder auch von Suse selbst.
In der Redaktion wurde OpenSuse 11 auf mehreren Rechnern installiert. Das lief größtenteils erfreulich schnell und problemlos – auf einem schnellen Rechner kann die Installation in einer halben Stunde erledigt sein. Es tauchten aber auch vereinzelt alte Fehler wieder auf. So konfigurierte der Installer auf einem PC das Bootmenü falsch, so dass Windows Vista nicht mehr startete. Der Fehler trat schon in OpenSuse 10.3 auf, und genau so lange ist auch die Lösung im Web bekannt. In die für Dezember angekündigte Version 11.1 sollten die Entwickler sie endlich einbauen. Man kann den Fehler leicht beheben, indem man die Konfigurationsdatei des Bootloaders manuell bearbeitet. Bei der Gelegenheit legen Sie am besten auch gleich eine Sicherheitskopie der Datei an, denn sobald Sie sie mit Yast bearbeiten, ist der Fehler wieder drin – und die Korrekturen spurlos verschwunden.
Auf einem anderen Rechner fand Linux nach dem Update die Systemfestplatte nicht mehr, obwohl diese vorher klaglos funktioniert hatte. Statt des Systemstarts erscheint nur die Fehlermeldung: Waiting for Device to appear. Auch dieser Fehler ist seit Jahren bekannt und sollte dringend behoben werden.
Dass der proprietäre Druckertreiber von Samsung nach dem Update neu installiert werden muss, leuchtet ja noch ein. Dass aber danach OpenOffice.org nicht mehr startet, ist unverständlich. Der Fehler ließ sich zum Glück einfach durch Aktualisieren der OpenOffice.org-Pakete beheben.
Der Installer von OpenSuse 11 wurde überarbeitet. Er sieht jetzt besser aus und arbeitet auch schneller – jedenfalls bei Neu-Installationen. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))










