Dreamworks setzt auf Nehalem und Larrabee

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Shrek lass nach: Animationsfilme wie Shrek und Madagascar entstehen in Zukunft nicht mehr mit AMDs Prozessoren. Sondern mit neuen Chips von Intel und mehr Cores.

Das Studio sortiert die AMD-Hardware aus und will nur noch mit HP-Workstations und Serversystemen animieren, in denen Intels aktuellste Chips verbaut sind. CEO Jeffrey Katzenberg ist selbst höchst animiert ob der der neuen Prozessoren, die er für wahre Wunderchips hält: “Mit ihnen werden die Karten völlig neu gemischt in allen Bereichen des Computing … Unsere Künstler profitieren davon ganz gewaltig.”

Bei Dreamworks Animation geht es immerhin um 1500 Server und 1000 Workstations, die von AMD auf Intel umgerüstet werden. Intel schickt eigens noch ein Team von Programmierern vorbei, um Dreamworks bei der optimalen Nutzung der Hardware zu unterstützen und für noch beeindruckendere 3D-Effekte zu sorgen.

AMD hatte sich schon länger intensiv um Animationskunden bemüht. Dreamworks hatte sich ab 2005 für drei Jahre an AMD gebunden, und Katzenberg war auf vielen Veranstaltungen des Chipherstellers aufgetreten. Shrek 3 war mit Dual-Core-Opterons entstanden. Dreamworks Umstieg auf Intel ist ein harter Schlag für AMD, nachdem sich die Firma lange ihrer guten Hollywood-Verbindungen rühmen konnte.

Den Ausschlag gaben Dreamworks zufolge die Fähigkeiten, die von den beiden nächsten Generationen der Intel-Chips zu erwarten sind. Die Chipfamilie mit dem Codenamen Nehalem punktet in diesem Jahr mit bis zu acht Cores . Ein Jahr später soll Larrabee kommen und den Grafikmarkt aufmischen.

Über den finanziellen Teil des Deals verrieten die Firmen nichts. Unklar bleibt daher, ob Dreamworks für die Chips bezahlt – oder umgekehrt Intel ihren Einsatz belohnt.

(bk)

Wall Street Journal