Mini-Notebooks: Fujitsu Siemens hat wohl den Trend verschlafen

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Der deutsch-japanische Computerhersteller dämpft die Erwartungen für die nahe Zukunft und befürchtet ein schwaches Ergebnis fürs laufende Jahr.

Es werde 2008 ziemlich schwierig, die vorgegebenen Ziele zu erreichen, gab Konzernchef Bernd Bischoff gestern gegenüber der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag” zu. Schon das jüngst abgelaufene Quartal sei alles andere als optimal verlaufen. Auch das nächste Vierteljahr verspreche keine Besserung.

Noch im April hatte FSC für das bis Ende März 2009 laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 5 Prozent auf knapp 7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Das Vorsteuerergebnis sollte nach damaligen Angaben zwischen 105 und 200 Millionen Euro liegen. Diese Zahlen sind kaum zehn Wochen später schon hinfällig.

Eine der Ausreden für die Schwierigkeiten lautet: Dollarschwäche. Während andere Konzerne sich dagegen absichern (Hedging), war dies wohl unterblieben. Völlig unterschätzt hat man auch den scharfen Preisverfall, ausgelöst auch durch die neuen Mini-Notebooks, die am Preisniveau der traditionell überteuerten quasimobilen Geräte zerren.

Den Trend zum günstigen Mobilzwerg hat FSC offensichtlich verschlafen und rechnet nun folgerichtig mit rund 20 Prozent geringeren Erlösen bei den Notebooks. Das können die Server und Speichersysteme für Unternehmenskunden mit ihrem Wachstumsplus von 5 Prozent nicht mehr ausgleichen. (Ralf Müller)