Konsolenhersteller unglücklich über Asien

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Das Ringen um die Vorherrschaft über die Zockergemeinde wird bisher ohne den grössten Kontinent ausgetragen.

Konsolenhersteller wie Sony und Nintendo sind nicht wirklich glücklich über ihre Umsätze in Asien. Japan mal nicht gerechnet, werden dort pro Jahr etwa 10 Prozent der Konsolenspiele abgesetzt, die der nordamerikanische Markt verschlingt, nämlich im Wert von knapp 300 Millionen Euro. Auf dem Asiatischen Kontinent (wie auch den dazu gehörigen Inseln, eben mit Ausnahme Japans) wird traditionell der PC gegenüber der Videospielkonsole bevorzugt.

Verständlich, denn ein hurtig zusammengeschraubter Bürorechner mit Einsteiger-Grafikkarte und, äh, irgend so einem, äh, Windows kommt weit billiger als die Konsole, und die Spiele lassen sich auch leichter kopieren. Man darf nicht vergessen, dass Asien, von einer kleinen chinesischen oder indischen Oberschicht abgesehen, vor allem von ziemlich armen Leuten bewohnt wird. Da muss es sich erst noch zeigen, ob Marketingprogramme wie Nintendos DS-Angebot in taiwanischen Mobiltelefonshops oder die Sony-Bildungsinitiative, um dort Programmierer für die PS 3 zu gewinnen, irgendwo hinführen. [fe]

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