Will der Axel-Springer-Konzern Windows abschaffen?

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Der Axel-Springer-Verlag will alle Clients konzernweit auf Apple umstellen. Dies macht Springer zum europaweit größten Unternehmenskunden von Apple und weltweit zum zweitgrößten

Innerhalb von fünf Jahren will der Axel-Springer-Verlag seine Client-Infrastruktur von Windows auf Mac umstellen, verkündet das Unternehmen. “Apple steht für Kreativität, Innovation, Ästhetik und Kompetenz und ist damit der ideale Partner für Axel Springer”, erklärt Springer-Chef Mathias Döpfner in der offiziellen Pressemitteilung.

CIO Thomas Tribius begründet die Entscheidung mit “individuellen und bedienungsfreundlichen Lösungen”, die Apple “nachweislich” erbringe. Man wolle nahezu alle Apple-Produkte verwenden: MacBook Air, iMac MacPro und sogar das iPhone seien im Visier der Planer. Die Apple-Geräte seien zudem in der Anschaffung und Wartung billiger.

Aber nein, Windows wird nicht abgeschafft: Windows Vista soll auch noch eingesetzt werden – auf Mac-Rechnern mit Intel-Prozessoren. Springer-Chef Döpfner geht in einem YouTube-Video trotzdem so weit, den Umstieg mit der Bedienerfreundlichkeit der AppleSysteme zu begründen. Davon, dass auf vielen davon das (von einigen Nutzern als unfreundlich empfundenes) Windows Vista laufen soll, redet er aber nicht. Wichtiger für ihn ist: “Apple stellt die schönsten Computer her”. (Manfred Kohlen)

Meinung: Europaweit rund 10.000 Arbeitsplätze umzustellen oder – in IT-Sprache gesagt – zu “migrieren” dürfte eine Menge Arbeitszeit und Geld kosten, ganz abgesehen von der Umgewöhnung vieler Mitarbeiter. Ob man das mit eingerechnet hat bei dem “billigeren” Deal mit Apple?

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