Konkurrenzdruck? SAP zeigt sich betont zuversichtlich

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Die Amerikaner wollen 1 Milliarde Schadenersatz von ihrem Erzrivalen. SAP-Chef Kagermann hat es derweil nötig, öffentlich zu betonten, keine Angst vor Oracle zu haben.

In dem laufenden Datendiebstahlfall gegen die SAP-US-Tochter TomorrowNow verlangt Oracle zivilrechtlich eine runde Milliarde Dollar Ausgleichszahlung von SAP. Derweil macht der deutsche Konzern auf Zuversicht und betont per Kagermann-Interview, den Habitus von Oracle nicht zu fürchten. “Ich glaube nicht, dass wird die Marktführerschaft bei der Unternehmenssoftware abgeben müssen”, betonte Kagermann in der Berliner Zeitung.

Im Gegensatz zu Oracle wachse man vorwiegend organisch und brauche nicht die ständigen Zukäufe. Die SAP-Umsatzerlöse erhöhten sich jedes Jahr um rund eine Milliarde Euro. Da kann selbst die Höchststrafe kaum schocken. “Wir bauen ständig unsere Marktposition aus, wir sind doppelt so gross wie Oracle und wachsen dabei aus eigener Kraft”, so Kagermann weiter. Ziel sei es weiterhin, den Produktumsatz im zweistelligen Prozentbereich zu steigern.

Auf die konkrete Oracle-Forderung ging der Manager wegen des laufenden Verfahrens nicht weiter ein. Oracle behauptet, wegen SAP hunderte von Millionen an Umsatz verloren zu haben, konnte aber bislang vor Gericht keinen konkreten Nachweis liefern. SAP-Anwälte haben diese Behauptung bislang als Spekulation abgetan. Momentan arbeitet sich das Gericht durch die jüngsten Oracle-Eingaben, die Millionen von Seiten umfassen sollen. Das Verfahren dürfte also noch einige Zeit vor sich hinköcheln. (Ralf Müller)