BenQ-Insolvenzverwalter erwägt Millionenklage gegen Siemens

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Die ehemalige Siemens-Handy-Abteilung und spätere BenQ mobile glaubt, vom deutschen Konzern über Geldsummen belogen worden zu sein. Die Gläubiger wollen ihr Geld über den Insolvenzverwalter zurück und auf mehr als 100 Millionen Euro klagen.

Nach Informationen der Journalisten von Welt online bereitet Martin Prager, der Insolvenzverwalter von BenQ mobile, eine Klage gegen Siemens vor. Rund 100 Millionen Euro oder sogar mehr seien im Gespräch. Die Gläubiger sollen am Mittwoch kommender Woche informiert werden.

Während sowohl Sprecher von Siemens als auch von Prager über “Spekulationen” nicht reden wollen, erklären “mit der Sache Vertraute” gegenüber den Redakteuren, dass da etwas dran sei. Der Vorwurf, Siemens habe die Vermögensverhältnisse nicht richtig angegeben, irrt als Gerücht schon länger durch die Medien, doch offenbar habe Prager etwas Handfestes, um Siemens verklagen zu können, erklären die namentlich nicht genannten Insider gegenüber der Online-Zeitung.

Und tatsächlich: der Insolvenzverwalter hat  bereits ein Schreiben an das Landgericht München gesendet, in dem er eine umfangreiche Klage ankündigt. Das Schreiben haben die Journalisten der Süddeutschen Zeitung bereits vorliegen und berichteten sofort darüber. (Manfred Kohlen)

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