Microsoft Office zu vermieten

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Software im Abonnement zu verkaufen und sich damit regelmäßige Einnahmen zu sichern, davon träumt Steve Ballmer schon lange. Und pirscht sich jetzt ganz vorsichtig ran – mit MS Office als Dreingabe zu “Windows Live One Care”.

Eine Software, die ihnen nur auf Zeit überlassen wird, werden viele PC-Benutzer gar nicht zu schätzen wissen. Sie befürchten zu Recht, auf Dauer sehr viel mehr bezahlen zu müssen. Um sie vorsichtig daran zu gewöhnen, lockt Microsoft mit dem günstigen Einstiegsangebot Equipt, das unter dem Codenamen Albany entwickelt und getestet wurde. Es ist zunächst nur über den Microsoft-Partner Circuit City in den USA erhältlich.

Es setzt huckepack auf eine Antivirus-Software auf, deren ständige Aktualisierung Windows-Nutzer bereits per Abo zu bezahlen gewohnt sind. In diesem Bereich wurde das Abo-Modell mit Angeboten wie Norton Antivirus bereits erfolgreich eingeführt.

Microsoft ist hier mit dem Dienst Windows Live One Care vertreten, für den jährlich 49,95 $ fällig sind. Mit dem für Endverbraucher konzipierten Equipt gibt es nun Microsoft Office Home und Student 2007 dazu. Darin enthalten sind die jeweils aktuellen Versionen von Word, Powerpoint, Excel und OneNote für persönliche und schulische Verwendung. Laufende Softwareupdates sind mit drin, man ist also immer auf dem neuesten Stand. Das alles zusammen soll 69,99 $ kosten. Da Windows Live One Care ebenfalls enthalten ist, beträgt der jährliche Aufpreis für MS Office 20 $.

Das hört sich günstig an und zeigt, wie heiß Microsoft auf solche Abo-Deals ist. Verbraucher aber wissen, wie leicht es ist, in Abonnements zu geraten – und wie schwierig es sein kann, sich wieder aus ihnen zu befreien.

(bk)

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