Dieser Browser läuft in 10 Tagen ab

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Die Meldung könnte in kurzer Zeit Alltag sein: Wenn es nach einer Gruppe von schweizer Forschern geht sollen die Internet-Zugriffs-Programme künftig mit einem Verfallsdatum ausgestattet werden.

Computerexperten der ETH-Zürich haben in Zusammenarbeit mit IBM sich mit den Zugriffsdaten des Suchmaschinenbetreibers Google auseinandergesetzt. Besonderen Wert haben die Wissenschaftler dabei auf die benutzten Browser gelegt. Dabei fiel den Forschern auf, dass ein großer Teil der Web-Surfer noch auf veraltete Browser wie den Internet-Explorer 6 setzt oder bei der aktuellen Version auf wichtige Sicherheitsupdates verzichtet. Das öffnet Angreifern Tür und Tor für Attacken, die eigentlich bereits durch Bug-Fixes oder neue Versionen verhindert werden sollten.

Für die Studie wurden die Google-Zugriffe im Zeitraum von Januar 2007 bis Juni 2008 untersucht. Täglich besuchen durchschnittlich 1,39 Milliarden Nutzer die Suchmaschine. Der weltweite Anteil des Internet-Explorers ist dabei mit 78,3 Prozent oder 1,1 Milliarden am höchsten. Auffällig bei den Internet-Explorer-Nutzern ist jedoch, dass rund 52,4 Prozent eine veraltete Version benutzen. Vorbildlich in diesem Bereich ist der Firefox mit 16,7 Prozent, gefolgt von Apples Safari mit 34,7 und Opera mit 43,9 Prozent.

Die Computer-Experten fordern deswegen ein Ablaufdatum für veraltete Browser-Versionen. Dieses soll deutlich im Browserfenster gekennzeichnet werden. Einzelne Webseiten wie beispielsweise PayPal unterbinden inzwischen veraltete und unsichere Browser und zwingen ihre Nutzer dazu sich neue Versionen zuzulegen. Wie unsere kürzlich veröffentlichten internen Analysen belegen, zeigen die Browser-Marktanteile – zumindest bei PC Professionell, Testticker und Internet Professionell – ein ganz anderes Bild. Der Firefox steuert dabei klar auf die 50-Prozent-Marke zu und hat diese bei der Internet Professionell sogar bereits überschritten. (Maxim Roubintchik)