TESTS
Windows Live SkyDrive
Online-Festplatte von Microsoft
Keine Garantie
Nach dem ersten Login müssen die SkyDrive-User den Service-Vertrag und die Datenschutzbestimmungen akzeptieren. Achtung: Interessant an dem Juristen-Kauderwelsch ist der Hinweis, dass Microsoft »keinerlei Garantie für den Dienst« übernimmt. Verwenden Sie die Online-Festplatte also nicht als einziges Backup-Medium, denn wenn es zu Ausfällen kommt, stehen Sie als Nutzer im Regen. Es spricht aber nichts dagegen SkyDrive als zusätzlichen Sicherungsort neben einer lokalen Festplatte einzusetzen.
Übersichtlich präsentiert sich die Oberfläche. Als Nutzer bieten sich genau drei Möglichkeiten, um Dateien hinzuzufügen:
- Eigene Dateien nur für den Eigengebrauch hochladen
- Files für bestimmte Personen freigeben
- In einem öffentlichen Ordner Daten für alle freigeben
Ein Balken rechts oben im Fenster zeigt die aktuelle Belegung des Speichers an. Im Test reagiert der Dienst ausgesprochen träge; so vergehen nach einem Klick auf Dateien hinzufügen immer zwei bis drei Wartesekunden. Nach einiger Zeit nervt das ganz schön.
SkyDrive präsentiert sich übersichtlich und ist einfach zu bedienen – auch im Firefox. ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))
Einige Ordner, etwa für Dokumente oder Fotos sind bereits voreingestellt, in jeder Rubrik können User aber auch eigene Verzeichnisse einrichten. Nervig: Es lassen sich nur Dateien hochladen, der Upload eines Ordners funktioniert nicht. Ebenso wenig gibt es eine Stapelverarbeitung, um in einem Rutsch eine Fotosammlung auf SkyDrive zu schaufeln. User können nur bis zu fünf Dateien gleichzeitig hochladen.

Als ob Microsoft das Hochladen absichtlich bremst, steht zum Zeitvertreib ein Spiel bereit.
Außerdem schlecht: Microsoft beschränkt die Upload-Größe für Dateien auf 50 MByte. Das disqualifiziert SkyDrive als Backup-Alternative. Im Test brechen Upload-Versuche mit größeren Dateien auch noch ohne Fehlermeldung ab.
Bildersammlungen lassen sich einfach durchblättern, samt praktischer Vorschaufunktion. ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))
Bei der Sicherheit hat Microsoft grundlegende Vorkehrungen getroffen. Die Dateien werden per SSL-Verschlüsselung übertragen, jedoch nicht verschlüsselt auf SkyDrive gespeichert. Für den Zugriff können Nutzer Lese- und Schreibrechte vergeben. Praktisch: Über ein Adressbuch werden Freunde beim Anlegen neuer Ordner automatisch benachrichtigt.






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