Steht AOL etwa zum Verkauf?

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Aus einer gestrigen Sitzung von Senior-Managern entfleuchte der Hinweis, dass Eigentümer Time Warner seinen Online-Zweig gerne verkaufen beziehungsweise versteigern würde.

Jeff Bewkes (Bild), Präsident und CEO von Time Warner, löste offenbar durch das Meeting beim AOL-Management das Gefühl aus, zur Disposition zu stehen. Falls dem so sein sollte, dürfte es hochwahrscheinlich zu einem Bieterstreit zwischen Yahoo und Microsoft kommen, spekulierten am Abend US-Branchenbeobachter.

Time-Warner-Sprecher Ed Adler bestätigte immerhin, dass eines Tages AOL tatsächlich verkauft werden könnte. Über konkrete Pläne wolle man sich aber nicht äußern. Die Branche erwartet allerdings eine schnelle Lösung. Schon allein deshalb, um so etwas wie die unfruchtbaren Gespräche zwischen Yahoo und Microsoft nicht erleben zu müssen.

Als Kaufpreis werden schon Summen von bis zu 15 Milliarden Dollar hochgerechnet, da mehrere Interessenten den Preis hochtreiben würden. Ein kleines Wörtchen in dem Übernahmespiel hätte auf jeden Fall Google mitzusprechen, denn der Webkonzern besitzt 5 Prozent der AOL-Anteile. (Ralf Müller)