So viele Daten – aber was damit machen?

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Daten zu sammeln, ist eine Lieblingsaktivität von Behörden – was sie dann damit machen sollen, wissen sie offenbar nicht immer. Die britische Regierung schreibt deshalb jetzt einen Wettbewerb aus, bei dem die Bürger um Vorschläge gebeten werden.

Eine Arbeitsgruppe mit dem beeindruckenden Namen Power of Information Taskforce (geleitet vom Regierungsminister Tom Watson) ist zu der Einsicht gekommen, dass sie offenbar keine Idee hat, wie man die Datenmengen, die man zusammengetragen hat, sinnvoll verwenden kann und hat daher einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem es einen Preis von 20.000 GBP für die besten Einfälle zu gewinnen gibt.

Die naheliegende Überlegung, ob es überhaupt sinnvoll ist, wie besessen Informationen zu sammeln, wenn man nicht weiß, was man damit anfangen soll, mögen die Regierungsoffiziellen natürlich nicht anstellen – stattdessen hoffen sie auf die Phantasie der Untertanen. In welche Richtung die gelenkt werden soll, zeigen die Beispiele, die die Arbeitsgruppe als vorbildlich bezeichnet: FixMyStreet erlaubt es, Müll, Vandalismus und Graffiti zu melden, und RateMyPrison ermöglicht die Bewertung von Gefängnissen durch Besucher. [gk]

BBC News