Schweden heizen ihren Politikern ein

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Das schwedische Überwachungsgesetz kam knapp durch. Inzwischen kommt es auch vielen Schweden wie ein Schäuble-Alptraum vor.

Das Gesetz erlaubt das umfassende Schnüffeln in jeder Art von elektronischer Kommunikation, die über schwedische Grenzen geht. Dazu gehören alle Internet- und Telefonverbindungen, die über eine schwedische Grenze geroutet werden, also nicht einmal schwedische Empfänger betreffen muss. Und wieder einmal musste die Bedrohung des internationalen Terrorismus herhalten. Obwohl die Gefahren Amok laufender Elche in diesem eher bevölkerungsarmen Land vermutlich weit höher einzuschätzen sind.

Die Schweden scheinen jetzt aber doch zu merken, was mit ihnen gemacht wurde. Und sie tun ihren Unwillen passend mit einer wahren Flut von E-Mails kund, die die Inboxen der Politiker verstopfen. Wie AP berichtet, bekamen die schwedischen Gesetzgeber seit der Verabschiedung des feuchten Schäuble-Traums über 1,1 Millionen Protestmails.

Da es sich nicht um Mailkaskaden von Zombierechnern handelt, hat einer von neun Schweden aktiv seine ablehnende Meinung zu diesem Gesetz gesagt. Und wer möchte jetzt Systemadministrator im Riksdag sein?

(Paul Taylor/bk)

The Inquirer UK

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