IE-Nutzer lassen Browser-Updates link liegen

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Fast die Hälfte der Nutzer des Internet Explorers ist noch mit Version 6 im Web unterwegs. Bei der Konkurrenz klappt der Umstieg auf die jeweils neueste Version deutlich schneller.

Bei PC Professionell knabbert Firefox schon an der 50-Prozent-Marke, doch global gesehen ist der Open-Source-Browser noch lange nicht soweit. Die ETH Zürich, IBM und Google kommen in einer gemeinsamen Auswertung zu dem Ergebnis, dass Firefox weltweit einen Marktanteil von etwa 16,1 Prozent erreicht. Der Internet Explorer bringt es demnach auf 78,3 Prozent, Safari auf 3,4 Prozent und Opera auf 0,8 Prozent.

Interessant dabei ist, dass erst 52,5 Prozent der IE-Nutzer auf den Internet Explorer 7 setzen, obwohl der Browser schon seit Oktober 2006 zu haben ist. Firefox 2, der etwa zur gleichen Zeit veröffentlicht wurde, hat unter den Firefox-Nutzern mittlerweile einen Anteil von 92,2 Prozent. Firefox 3 wurde nicht berücksichtigt, da er zum Zeitpunkt der Untersuchung Anfang Juni noch nicht fertig war.

Auf Safari in Version 3 setzen mittlerweile etwa 70,2 Prozent der Safari-Nutzer. Die meisten stiegen innerhalb kürzester Zeit um, da Apple die neue Version via Auto-Update von iTunes unters Volk brachte – etwas was beispielsweise bei den Mozilla-Entwicklern überhaupt nicht gut ankam.

Lässt man mal außen vor, ob die Nutzer den IE in Version 6 oder 7 verwenden beziehungsweise Firefox in Version 1.x oder 2, dann fällt auf, dass IE-Nutzer mehrheitlich mit unsicheren Versionen im Web unterwegs sind. 52,4 Prozent haben ihren Browser nicht auf die aktuellste Version des jeweiligen Entwicklungszweiges aktualisiert. Bei den Firefox-Nutzern haben nur 16,7 Prozent Update-Rückstand. Safari und Opera liegen dazwischen. (Daniel Dubsky)