Google-Yahoo-Deal in den Mühlen der Justiz

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Gemeinsam wollten sie Microsoft eine Nase drehen – jetzt müssen Yahoo und Google dem US-Justizministerium beweisen, dass sie mit ihrem Werbe-Deal kein Monopol erschaffen.

Dass das Abkommen bei den Aufsichtsbehörden auf Interesse stoßen würde, war auch den beiden Firmen klar, die die Realisierung deshalb bis zum Ende eines freiwilligen Untersuchungsverfahrens auf Eis gelegt haben.

Was jetzt allerdings eingeleitet wurde, ist ein offizielles Verfahren – ein Indiz dafür, dass es tatsächlich handfeste Einwände gibt. Das Department of Justice will nicht nur bei Google und Yahoo in die Geschäftsunterlagen sehen, sondern auch bei anderen Internet- und Medien-Unternehmen Informationen einholen.

Das neue Traumpaar gibt sich zwar gelassen und siegesgewiss, kann sich aber sicher sein, dass die Konkurrenz – allen voran Microsoft – kräftigen Gegenwind machen wird. Und wenn die realistische Gefahr bestehen sollte, dass der Deal platzt, ist obendrein Jerry Yang das Bonbon los, mit dem er seine Aktionäre beruhigen und sich und den Rest des Vorstands vor der drohenden Icahn-Revolte retten wollte … [gk]

Washington Post