Festnetz ohne Aufsicht?

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Der Markt soll’s richten, denkt man bei der Bundesnetzagentur in puncto Festnetz. Und will sich aus der Rolle des Aufpassers zurückziehen.

Langsam, aber sicher, so meint die Bundesnetzagentur, sei genug Wettbewerb da: Zumindest bei Verbindungen innerhalb des Festnetzes sei der Preiskampf inzwischen so ausgeprägt, dass man nicht mehr eingreifen müsse, um die Kunden vor saftigen Aufschlägen zu schützen.

Auch bei Verbindungen vom Fest- ins Mobilfunknetz ist Land in Sicht. Hier hätten die Firmen die Senkung der Terminierungsentgelte zwar noch nicht in dem Umfang an das zahlende Publikum weitergegeben, wie es eigentlich möglich wäre; es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis der Konkurrenzdruck das unumgänglich mache.

Die Beteiligten dürfen sich bis zum 4. August zu dieser Analyse äußern; ganz ohne Aufsicht wird es allerdings auch ohne Bundesnetzagentur nicht gehen – an ihre Stelle tritt dann nämlich das Bundeskartellamt. [gk]

Reuters