Gespräche über Urheberabgaben auf PCs abgebrochen

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Die Gespräche der IT-Branche mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte sind erst einmal gescheitert. Die ZPÜ hätte »auf ihren Maximalforderungen beharrt und sich weiteren Gesprächen verweigert«, ärgert sich der Bitkom.

Wie der Branchenverband Bitkom mitteilt, sind die Verhandlungen über die Urheberrechtsabgaben auf PCs gescheitert, nachdem die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) die Gespräche abgebrochen hat. Die ZPÜ hatte bis zu 1 Euro pro GByte Speicherplatz gefordert, was insbesondere MP3-Player deutlich teurer gemacht hätte.

Für PCs stand eine Abgabe von rund 60 Euro im Raum – zuzüglich Mehrwertsteuer wären das mehr als 70 Euro. »Preiswerte PCs gehen zu Endpreisen von 200 Euro über die Ladentheke. Eine Abgabe von über 70 Euro ist völlig unverhältnismäßig«, kritisiert Bitkom-Geschäftsführer Rohleder. Die IT-Branche hatte 6 Euro pro Gerät angeboten, was der ZPÜ allerdings nicht genügte. »Wir bedauern, dass die ZPÜ auf ihren Maximalforderungen beharrt und sich weiteren Gesprächen verweigert«, so Rohleder.

Der Bitkom verweist auf eine Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag des Verbandes durchgeführt hat, nach der PCs kaum zum Kopieren abgabepflichtiger Inhalte verwendet werden. Zudem gibt man zu bedenken, dass einzelne Komponenten wie Scanner bereits jetzt abgabepflichtig sind – zusätzliche Abgaben auf PCs seien daher »fragwürdig«. (Daniel Dubsky)