Aufgedeckt: Solid State Drives saugen den Akku leer

Allgemein

Es ist hip, in Mobilgeräten die kleinen, robusten und stromsparenden SSDs zu verbauen. Stromsparend? Leider nein.

Die Kollegen von Tom´s Hardware Page haben in ausführlichen Labortests gerade aufgedeckt, dass die Akkulaufzeit eines Notebooks mit teurem Flashspeicher nicht notwendigerweise verbessert. Im Falle von 1,8-Zoll-SSDs könne sie sogar schlechter sein als mit einer Festplatte gleichen Formfaktors. Da staunt der Laie – und der Fachmann wundert sich über gar nix mehr…

Die Kurzform: Eine 2,5-Zoll-Platte saugt im Ruhezustand je nach Marke 0,5 bis 1,3 Watt. Falls seriell Daten ausgelesen werden, dann erhöht sich der Stromverbrauch kaum. Nur bei heftigstem Springen quer durch den Datenbestand (z.B. beim Defragmentieren) steigere sich der Stromverbrauch heute auf 2 bis 4 Watt.
Dagegen kennen Flash-Speicherbausteine nur zwei Zustände: Ruhezustand und Aktiv.
So etwas wie Stromsparmaßnahmen hat wohl noch kein Hersteller ins Auge gefasst. Daher saugen eingeschaltete SSD-Laufwerke stets ihren jeweiligen Maximalverbrauch aus dem Akku. Das sei laut Tom-Labor bei den 2,5-Zoll-Versionen etwa das gleiche Niveau wie bei der Festplatte. Und in den 1,8-Zoll-Varianten lege es sogar noch über dem Verbrauch rotierender Medien. Aber dafür zahlt man ja gerne einen Tausender mehr… (rm)

Tom´s Hardware