Internet hilft bei Erdbebenlokalisierung

Allgemein

Erdbebenforscher haben festgestellt, dass eine Analyse von Web-Traffic ihnen ähnlich präzise Informationen über Ort und Umfang eines Bebens liefert wie herkömmliche seismologische Methoden.

Eigentlich ist der Gedanke simpel: Sobald die Erde unter ihren Füßen wankt, werfen besorgte Bürger den Rechner an und rufen die Seiten z.B. des European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) auf, um sich zu informieren, was ihnen denn gerade da widerfährt.

Mit ihren IP-Adressen liefern sie im Gegenzug Daten darüber, wo denn die Angst davor, dass sich die Erde unter den Füßen auftut, am gewaltigsten ist – und das ist in der Regel dort, wo das Beben tatsächlich stattfindet.

Die Software, die diese Lokalisierung vornimmt, hat bereits im Februar 2007 ein Erdbeben Nahe der Azoren präzise bestimmt; außerdem kann es auch identifizieren, in welchen Regionen der Internet-Zugang unterbrochen ist und so Informationen über Schäden liefern, über die traditionelle Methoden nicht verfügen. [gk]

New Scientist