Filesharing für fast die Hälfte des Traffics im Internet verantwortlich

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Selbst Streaming-Anwendungen und Webbrowsing zusammen verursachen nicht so viel Traffic wie der Dateitausch via P2P.

Das auf Netzwerk- und Traffic-Analyse spezialisierte kanadische Unternehmen Sandvine hat den Datenverkehr bei einigen seiner Kunden ausgewertet und festgestellt, dass P2P-Anwendungen den größten Teil des Traffics in den Netzen nordamerikanischer Provider verursachen. So macht der Dateitausch via P2P 43,5 Prozent des Datenverkehrs aus und damit rund 3 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Selbst das Streaming von Audio- und Videoinhalten verursacht nicht annährend so viel Traffic.

Die Rangliste:
1. Peer-to-Peer 43,5 Prozent
2. Browsing 27,4 Prozent
3. Streaming 14,8 Prozent
4. Tunneling (VPN) 5,9 Prozent
5. News Groups 5,6 Prozent
6. Online-Games 1,4 Prozent
7. VoIP 0,2 Prozent

Interessant ist der Vergleich zwischen Upstream und Downstream. Betrachtet man nur die Datenübertragung vom Provider zum Kunden, ist der P2P-Anteil mit 35,6 Prozent vergleichsweise niedrig, da in dieser Richtung auch zahlreiche Web- und Streaming-Inhalte übertragen werden. Vom Kunden zum Provider fällt in diesen Bereichen nicht so viel Traffic an, weshalb im Upstream 75 Prozent der übertragenen Daten von P2P-Anwendungen stammen.

Einige Unternehmen wie der US-Provider Comcast gehen gegen das Problem vor, indem sie P2P-Verbindungen blockieren. Im Falle von Comcast verursachte das allerdings im vergangenen Jahr einige Kollateralschäden. (Daniel Dubsky)