Acer: Der Zug fährt ohne Windows

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Bei den Netbooks ist der Zug abgefahren, Microsoft und Vista bleiben zurück. Sagt Walter Deppeler, Vizechef von Acer.

Der Schweizer steht zusammen mit dem Italiener Gianfranco Lanci an der Spitze des taiwanesischen PC-Herstellers. Und dafür, dass die Führung der Firma weitgehend in europäischer Hand fliegt, hat er eine interessante Erklärung. Die chinesische Kultur sei sehr kompatibel mit der europäischen. Und in Asien sehe man nicht so gebannt auf Quartalszahlen wie in Nordamerika. Vielmehr werde die Entwicklung des Geschäfts ähnlich wie in Europa gelassener betrachtet, zugleich intensiver kommuniziert als in den USA. Entscheidungen würden mit mehr Personen und ausführlicher besprochen.

Und warum hat Acer Linux aufwändig an den den Eee-PC-Konkurrenten Aspire One angepasst und bringt die Subnotebooks erst später mit dem ollen Windows XP? Klare Ansage:

“Im Moment fährt da der Zug ohne Windows … Microsofts neueste Betriebssystem-Version Vista hat leider nichts, was wir dafür einsetzen könnten.”

Und höre sich das nicht so an, als würde die einst enge Bindung der PC-Hersteller an Microsoft schwächer werden? Die höfliche, aber nicht weniger klare Antwort: “Wenn Microsoft nicht mit der gleichen Zielsetzung in neue Märkte geht wie wir, wäre das möglich.”

(bk)

Berliner Zeitung