Netzwerkverstopfung durch P2P: Reiner Mythos

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ISPs klagen gerne darüber, welche zusätzliche Belastung P2P ihnen beschert – die Realität zeigt, dass das wenig mit der Realität zu tun hat.

Daten, die Bell Canada auf Anweisung der zuständigen Aufsichtsbehörde veröffentlichen musste, zeigen, dass an dem Argument, mit dem man P2P-Traffic verbannen möchte, nicht allzu viel dran sein kann.

Zwei bis fünf Prozent des Netzwerks von Bell hatten während zweier Monate unter Datenverstopfung zu leiden, und Bell wusste nicht einmal zu sagen, ob es sich dabei um einzelne Spitzen oder einen Dauerzustand handelte.

Das klinge nicht nach viel, räumt Bell selbst ein, schiebt aber nach, dass schon eine einzige verstopfte Verbindung im Netzwerk zu Ausfällen führen könne.

Was wiederum unabhängige Techniker, die sich die Bell-Daten angesehen haben, für reinen Unfug halten: Den Traffic hätte man ohne weiteres umleiten können. Aber damit hätte man ja leider keine teuereren neuen Preismodelle begründen können … [Nick Farrell / gk]

The Inquirer UK

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