Microsoft bringt tatsächlich noch Hyper-V

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“Hyper-V Virtualization Server” (Codename Viridian) kreiste insgesamt eine halbe Dekade im Entwicklungslabor. Nun soll er für Microsoft den Weg zum Service-Computing ebnen.

Hyper-V setzt auf Windows Server 2008 auf und sollte ursprünglich gemeinsam im Februar erscheinen. Nun stolpert Microsoft dem Virtualisierungstrend hinterher. Aber immerhin ist noch genügend Marktvolumen vorhanden, denn laut Marktstudien der Walker Information seien erst 35 Prozentsatz aller Server virtualisiert.

Hyper-V tritt gegen Marktführer VMware sowie Anbieter wie Citrix, Oracle, Red Hat, Sun und Novell an, die alle längst Xen-basierte Virtualisierungsplattformen am Start haben. Microsoft kann dagegen bislang nur 20 Testkunden mit 100 Servern vorweisen, die Hyper-V laufen haben. Die zeigen sich immerhin angetan vom Produkt: “Die Performance ist so weit ganz gut, deutlich besser als Virtual Server”, bestätigt Robert McShinsky vom Medizininstitut DHMC aus Hanover. Dort laufen schon 15 Hyper-V-Server zur Probe.

Allerdings wünschen sich die bisherigen Testunternehmen Fähigkeiten zur Live-Migration wie VMware sie mit VMotion bietet. Auch dürfe der Migrationsprozess ruhig flotter ablaufen. Die Firmen möchten Funktionen und Applikationen schneller mit dem Kunden austauschen können. Allerdings drosselte Microsoft den Prozessoren-Support von 64 auf 16 Stück. Speicher (RAM wie Platte) dürfen auch nicht mitten im Betrieb ausgetauscht oder ergänzt werden.

Software-Oberachitekt Ray Ozzie hat die Virtualisierung zur Chefsache erklärt und setze alles daran, dass dieser Geschäftszweig zur tragenden Säule für Microsoft werde. Daher wolle man die Live-Migration unbedingt in Zukunft nachreichen. (Ralf Müller)