File-Sharing: RIAA muss zahlen

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108.000 Dollar für Anwaltskosten muss der Verband der amerikanischen Musikindustrie an die alleinerziehende Mutter Tanya Andersen zahlen, die er eigentlich wegen angeblichen File-Sharings in 1.400 Songs verklagt hatte.

Wobei es mit diesem Urteil des US-Bundesbezirksgerichts in Oregon noch glimpflich ausgegangen ist für die RIAA: Ursprünglich hatte Andersen 300.000 Dollar verlangt.

Das aber hatte der Verband, der ja immer zu einer gewissen Bescheidenheit langt, “maßlos” genannt und im Gegenzug 30.000 Dollar geboten.

Dass er jetzt mehr als das Dreifache für die Folgen seiner offensichtlich nicht ganz durchdachten juristischen Aktivitäten zahlen soll, dürfte sich nicht wirklich positiv auf die Bilanz der Summen auswirken, die er im Kampf gegen das Böse bis jetzt wieder einspielen konnte – wahrscheinlich wird die Sache noch in ein Revisionsverfahren gehen. [gk]

musikwoche.de