Warum Intel nichts von Vista wissen will

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Intel sieht keinen Grund, die eigene IT auf Windows Vista umzustellen. Berichtet nach dem INQUIRER nun auch die New York Times.

Die Times erwähnt ausdrücklich, The Inquirer – “eine respektlose, in London beheimatete Technologie-Website” – habe die Welt zuerst über Intels Zurückhaltung gegenüber Vista informiert. Der Chiphersteller werde die Computer der 80.000 Mitarbeiter nicht auf Microsofts Vista-OS umstellen, hat die Zeitung nun ebenfalls bestätigt bekommen. Und zwar von einer Person, die über “unmittelbare Kenntnis der Pläne des Unternehmens” verfüge.

Die Quelle habe auf Anonymität bestanden aufgrund der nicht eben einfachen Beziehungen zu Microsoft. Intel habe die Entscheidung nach einer ausführlichen Analyse durch ihre eigene IT-Abteilung getroffen, in der alle Kosten sowie der potenzielle Nutzen von Windows Vista abgewogen wurden. Und es seien ausschließlich sachliche Erwägungen gewesen, die zur Senkung des Daumens führten:

“Das ist keine Geschichte, um Microsoft zu dissen. Aber die IT-Mitarbeiter von Intel fanden einfach keinen zwingenden Grund, um Vista zu adaptieren.”

Ein Intel-Sprecher erklärte, die Firma setzte Vista testweise in einzelnen Abteilungen ein, aber nicht quer durch die Firma. Und könnte Intel sich das noch mal überlegen? Schon möglich, meint die Zeitung. Denn Microsoft-Boss Steven Ballmer sei doch ein energischer,beredsamer Verkäufer, der sich regelmäßig mit Intels CEO Paul Otellini treffe.

Beim nächsten Besuch sollten sie ihm vielleicht gleich mal ein paar Stühle hinstellen – zum Werfen.

(bk)

New York Times

INQ: Intel lässt Vista links liegen