Taser-Partys für Frauen

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Früher waren es Partys, um Tupperware oder vibrierende Spielsachen zu verkaufen. Jetzt gibt es solche Partys, um die “nicht-tödlichen Waffen” an die Frau zu bringen.

Dass Amnesty International von weit über 200 Todesfällen durch die Elektroschockwaffen allein in USA und Kanada berichtete, wird in diesem Zusammenhang nicht einmal erwähnt. Die 35-jährige Dana Shafman, die Partys in Sachen Taser veranstaltet, redet lieber von Sicherheit beim abendlichen Ausgang. Und führt den prospektiven Käuferinnen bei ihren Veranstaltungen vor, wie sie abdrücken müssen:

“Das ist einer der Gründe, warum wir eine Party machen, damit sie tatsächlich die Stärke erfahren können und auf die Stärke des Tasers vertrauen können, um sich in diesen Situationen verteidigen zu können, die man nicht vorhersehen kann.”

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Als Konsumprodukt gibt es die Taser jetzt in “attraktiven Farben und Verpackungen”. Das komme im Verbrauchermarkt besser an, weil eben noch eine gewisse Furcht mit der Produkt assoziiert werde. Und um die zu verlieren, darf während der Partys auch auf Ziele geschossen werden.

Ein besonderes Training brauche man für den privaten Tasereinsatz nicht, ein Anleitungsvideo zur Waffe müsse genügen. Polizisten, die Taser benutzen, müssen sich dafür ausbilden lassen, warum dann nicht auch zivile Anwender?

“Für den polizeilichen Einsatz”, erklärt Tom Smith, Chairman und Gründer der Firma Taser International, “ist das ein völlig anderes Szenario. “Sie gehen in die Offensive – während es im zivilen Leben nur um den defensiven Gebrauch geht, wenn man sich selbst zu verteidigen versucht”.

Ganz anders sieht das John Timoney, Polizeichef von Miami: “Ich schätze, wenn sie in die Hand der Bösen kommen, dann kann daraus nichts Gutes entstehen.”

(bk)

CBS

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