Software-Klau: Startup verklagt Google auf 1 Milliarde Dollar Schadensersatz

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Ein kleiner Software-Hersteller wirft dem Suchmaschinenriesen vor, er habe ein kleines Tool für den Upload von Mails und Kontaktdaten zu Gmail abgekupfert, und fordert nun fast 1 Milliarde Dollar Schadensersatz.

Laut der US-Firma LimitNote hat Google den Google Email Uploader geklaut. Mit dem Tool lassen sich Mails und Kontakte von Desktop-Anwendungen wie Outlook zu Googles Webmail-Dienst Gmail übertragen. LimitNote behauptet, man hätte Google ein solches Tool Anfang 2007 vorgestellt – die Angestellten des Suchmaschinenbetreibers hätte erklärt, kein Konkurrenzprodukt entwickeln zu wollen, und mit LimitNote zusammengearbeitet. Das Unternehmen hatte sein Tool sogar von My Grate in gMove umbenannt – nur um dann festzustellen, dass Google mit einer eigenen Software, dem Google Email Uploader, an den Start ging.

»Sie haben uns eingeladen, um mit ihnen zu arbeiten, ihnen zu vertrauen – und dann haben sie unsere Technologie gestolen«, erklärte LimitNote-CEO Ray Glassman. Das Unternehmen hat daher Klage eingereicht und fordert eine Milliarde Dollar Schadensersatz. In der Klageschrift heißt es, Scott McMullan, Leitender Angestellter bei Google, hätte gesagt, das Tool hätte eine potenzielle Zielgruppe von 50 Millionen Nutzern, was viel zu viel sei, um es von jemandem anders als Google selbst entwickeln zu lassen. (Daniel Dubsky)