Kann sich Infineon dank iPhone-Boom erholen?

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Der Münchner Konzern kämpft mit Preisdruck, Dollarschwäche, Produktionskosten und unrentabler Tochter.

Die Infineon Technologies AG reagiert auf die Probleme Ende Mai mit dem Abschied des umstrittenen Konzernlenkers Wolfgang Ziebart. Nun kündigte Peter Bauer einen Sparkurs an, der im nächsten Geschäftsjahr einige hundert Millionen Euro mehr in der Kasse lassen sollen. Angedacht sind eine (Teil-) Auslagerung der Produktion nach Asien sowie eine Straffung der Verwaltung.

Neben den Problemen mit den DRAM-Preisen bei Tochter Qimonda hat sich nun auch die Situation in der Kommunikationssparte eingetrübt – das Ergebnis der Unit “Communication Solutions” brach im vorigen Quartal um 15 Prozent ein. So bestellten die Kunden weniger HSDPA-Breitbandchips und die Auslieferungen von Halbleitern für ein neue Billig-Nokia verzögerten sich. Die Zahlen sollen sich aber erholen, zumal das aktuelle iPhone 3G auch einen Infineon-Chip enthält. (Ralf Müller)